Empfehlungen zur Basisdisgnostik

Der DVO empfiehlt eine Diagnostik bei einem mittleren Hüftfraktur-äquivalenten 10-Jahresrisiko von mehr als 20%: Dies ist bei den Konstellationen 1., 3. und 4. gegeben. Konstellation 2 ist eine Einzelfallentscheidung.

1. eine oder mehrere osteoporosetypische Wirbelkörperfraktur(en) (klinisch (A) oder als radiologischer Zufallsbefund (B))
2. periphere Frakturen nach einem Bagatelltrauma bis zu einem Alter von 70 Jahren als Einzelfallentscheidung (C)
3. Alter 70 bis 75 Jahre (A) und einer oder mehrere der folgenden klinischen (siehe III.) Risikofaktoren:
a) periphere Fraktur nach einem Bagatelltrauma (A)
b) Anamnese einer osteoporotischen Fraktur der Eltern (B)
c) multiple Stürze (A)
d) Nikotinkonsum (A)
e) Immobilität (A-B)
f) Untergewicht (BMI < 20) (A)
4. Alter > 75 Jahre ohne zusätzliche Risikofaktoren (A)


Eine Diagnostik ist/kann bei Grunderkrankungen /-dispositionen mit erhöhtem Frakturrisiko sinnvoll sein (A-D): z.B. Hypogonadismus, Hypercortisolismus, primärer Hyperparathyreoidismus, systemische Glucocorticoide, höhergradige Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus Typ I, Malassimilation, Antiepileptika
=> Therapie der Grunderkrankung, oft andere Diagnostik und Therapie! ev. weitere Diagnostik in Absprache mit Fachspezialist 
 
Außerhalb dieser Konstellationen wird derzeit keine Diagnostik empfohlen (D)  


   

Anamnese und Befund

   

DXA

   

Labor

   

Röntgen





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