Bei Patienten mit Osteoporose und Knochenbrüchen bzw. deutlich erhöhten Risikofaktoren muss zusätzlich zur oben erwähnten Therapie eine antiresorptive (Knochenabbau stoppende) Therapie eingeleitet werden.
Hierzu werden Medikamente wie die Bisphosphonate oder Raloxifen eingesetzt. Diese vermindern die Knochenbrüchigkeit über eine Verminderung des Knochenabbaus. Zusammen mit einer Verbesserung der Knochenstruktur kommt es häufig zu einer Zunahme der Knochenmasse und vor allem zu einer Reduktion von Knochenbrüchen.
Seit Oktober 2004 ist auch die Gabe von oralem Strontium bei Osteoporose zugelassen; es hemmt den Knochenabbau und hilft bei dem Aufbau von Knochenmasse.
Bei besonders schwierigen Fällen der Osteoporose ist auch eine Therapie mit dem Wirkstoff Teriparatid – einem gentechnisch hergestelltem körperverwandten Parathormon - zugelassen. Normalerweise sorgt Parathormon für Knochenabbau im Körper. Bei dem Einsatz des Medikaments hingegen kommt es zu einem stoßweisen Anstieg im Körper und zum gegenteiligen Effekt. Es stimuliert den Knochenaufbau.